Arbeitsrecht · Regensburg

Kündigung erhalten? Anwalt in Regensburg

Eine Kündigung stellt Einkommen und berufliche Planung infrage. Ich prüfe mit Ihnen, ob die Kündigung angreifbar ist, welche Fristen gelten und ob Ihr Ziel die Weiterbeschäftigung oder eine verhandelte Beendigung ist.

  • Ordentliche und fristlose Kündigung
  • Kündigungsschutzklage und Weiterbeschäftigung
  • Verhandlung über eine Beendigung

Kündigung erhalten: Was ist jetzt wichtig?

Sichern Sie das Kündigungsschreiben und halten Sie fest, wann es Ihnen zugegangen ist. Für die Kündigungsschutzklage gilt grundsätzlich eine Frist von drei Wochen ab Zugang der schriftlichen Kündigung. Verhandlungen und eine Anfrage bei einem Anwalt ersetzen die rechtzeitige Klage nicht. Eine Abfindung entsteht nicht automatisch.

Was Sie nach einer Kündigung zuerst klären sollten

Notieren Sie, wann und auf welchem Weg Sie das Schreiben erhalten haben. Bewahren Sie Kündigung und Umschlag auf. Für die erste Prüfung benötige ich außerdem den Arbeitsvertrag, Nachträge und aktuelle Gehaltsabrechnungen. Unterschreiben Sie zusätzliche Erklärungen zur Beendigung erst, wenn deren Bedeutung geklärt ist.

Eine Nachricht an die Kanzlei ersetzt keine Klageerhebung. Teilen Sie deshalb eine laufende Frist bereits bei der Kontaktaufnahme mit und klären Sie ausdrücklich, ob die Vertretung übernommen wird. Unabhängig vom Streit über die Kündigung sind auch die Meldepflichten gegenüber der Agentur für Arbeit zu beachten.

Welche Punkte werden bei der Kündigung geprüft?

Die Prüfung beginnt mit Form, Zugang, Vertretungsbefugnis und Kündigungsfrist. Anschließend geht es um den geltend gemachten Grund: betriebsbedingte, verhaltensbedingte oder personenbedingte Kündigung. Auch die Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes, ein besonderer Kündigungsschutz und die Beteiligung eines vorhandenen Betriebsrats können entscheidend sein.

Bei einer fristlosen Kündigung kommt es insbesondere auf den behaupteten wichtigen Grund und die Umstände des Einzelfalls an. Wird hilfsweise ordentlich gekündigt, muss auch diese weitere Kündigung rechtlich erfasst werden. Eine pauschale Aussage zur Wirksamkeit allein anhand der Überschrift des Schreibens ist nicht belastbar.

Kündigungsschutzklage: Was ist das Ziel?

Mit der Kündigungsschutzklage wird grundsätzlich geklärt, ob das Arbeitsverhältnis durch die angegriffene Kündigung beendet worden ist. Sie ist keine automatische Klage auf Abfindung. Je nach Sachverhalt können weitere Fragen hinzukommen, etwa offene Vergütung, Zeugnis oder die Beschäftigung während des Verfahrens.

Wir legen früh fest, welches Ergebnis für Sie sinnvoll ist. Möchten Sie zurück an den Arbeitsplatz, wird die Strategie anders aussehen als bei einem bereits geplanten Wechsel. Eine Einigung kann eine Möglichkeit sein; ob sie erreichbar und wirtschaftlich angemessen ist, hängt von der konkreten Lage ab.

Abfindung und Kosten realistisch einordnen

Aus einer Kündigung folgt nicht generell ein Anspruch auf eine Abfindung. Eine Zahlung kann sich aus besonderen Regelungen ergeben oder verhandelt werden. Wichtig sind dann auch Enddatum, Freistellung, Resturlaub und variable Vergütung. Ein hoher Einzelbetrag allein sagt wenig über das gesamte Ergebnis aus.

Vor der Beauftragung besprechen wir die Kosten. Im erstinstanzlichen arbeitsgerichtlichen Urteilsverfahren werden die eigenen Anwaltskosten grundsätzlich nicht von der Gegenseite erstattet. Eine mögliche Deckung durch die Rechtsschutzversicherung ist gesondert zu klären. Ich berate Sie hierzu persönlich in Regensburg oder nach Abstimmung digital.

Drei Angaben, die bei der ersten Anfrage helfen

Nennen Sie das Zugangsdatum, den vorgesehenen Beendigungstermin und die Art der Kündigung. Ist neben einer fristlosen Kündigung hilfsweise eine ordentliche Kündigung erklärt worden, muss das vollständige Schreiben geprüft werden. Auch weitere Kündigungen während eines laufenden Verfahrens sind gesondert zu beachten.

Für die wirtschaftliche Entscheidung sind außerdem offene Gehälter, eine neue Beschäftigung und das angestrebte Zeugnis wichtig. Die Frage „Kann ich mich gegen die Kündigung wehren?“ ist daher von der Frage „Welches Ergebnis möchte ich erreichen?“ zu trennen.

Informationen von Dr. Maximilian Riedel, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht.
Inhaltlich überarbeitet am . Allgemeine Orientierung; keine Prüfung Ihres Einzelfalls.
Häufige Fragen

Was Sie vorab wissen sollten.

Erste Orientierung zu Kündigung & Kündigungsschutz. Die konkrete Einschätzung richtet sich nach Ihren Unterlagen und dem Sachverhalt.

Gilt die Dreiwochenfrist auch bei einer fristlosen Kündigung?

Grundsätzlich ja. Auch eine außerordentliche Kündigung muss regelmäßig innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung gerichtlich angegriffen werden. Lassen Sie die konkrete Frist berechnen.

Stoppen Verhandlungen mit dem Arbeitgeber die Frist?

Nein. Verhandlungen über eine Abfindung oder eine andere Lösung halten die gesetzliche Klagefrist nicht an.

Ist eine Kündigung per E-Mail wirksam?

Für die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch Kündigung verlangt § 623 BGB die Schriftform und schließt die elektronische Form aus. Wie auf die konkrete Erklärung reagiert werden sollte, ist trotzdem zeitnah zu prüfen.

Kann ich mich melden, wenn die drei Wochen schon abgelaufen sind?

Ja, aber bitte unverzüglich. Eine nachträgliche Zulassung ist nur unter engen gesetzlichen Voraussetzungen möglich. Ob diese vorliegen oder andere Gesichtspunkte eine Rolle spielen, muss im Einzelfall geprüft werden.

Kontakt in Regensburg

Besprechen wir Ihr Anliegen persönlich.

Für eine Terminanfrage erreichen Sie mich telefonisch oder per E-Mail. Persönliche oder digitale Besprechungen nach Vereinbarung.

Dr. Maximilian Riedel · WERZ KREIS
Galgenbergstraße 25, 93053 Regensburg

Telefon · Durchwahl0941 / 200 65 526 E-Mailriedel@werz-kreis.de StandortGalgenbergstraße 25 · 93053 Regensburg

Für die erste Anfrage genügen Ihr Anliegen, die beteiligten Personen oder Unternehmen und mögliche Fristen. Bitte senden Sie zunächst keine umfangreichen vertraulichen Unterlagen. Auftrag und Kosten stimmen wir vor Beginn der Beratung ab.

Eine Anfrage allein bedeutet noch keine Mandatsübernahme oder Fristwahrung.